– Beispiel für ein Tagesprogamm in Ost-Tottori –

– Beispiel für ein Tagesprogamm in Ost-Tottori –(Eintauchen in ein Meer aus Sand und das Grün des Waldes )

Die Präfektur Tottori ist die am dünnsten besiedelte Präfektur Japans und verzeichnet im Vergleich mit anderen Regionen nur wenige Besucher aus dem Ausland. Obwohl die ausländischen Touristen, die sich für Tottori entscheiden, hingerissen sind vom Reiz dieser Gegend, ist sie als Urlaubsregion noch weitgehend unbekannt.


Aber kann man allen Ernstes behaupten, Japan zu kennen, ohne je Tottori gesehen zu haben? Ich lebe in Tottori City, und ich behaupte, man kann es nicht. Denn hier, in dieser kleinen, ländlich geprägten Präfektur, hat sich das “echte Japan” erhalten, das sich grundlegend von allem unterscheidet, was einen in den großen Städten des Landes erwartet.


 Die Präfektur Tottori ist ein langgezogener schmaler Landstrich, der sich von Ost nach West erstreckt. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen den Osten Tottoris vorstellen, der neben den berühmten Tottori-Sanddünen viele weitere faszinierende Orte zu bieten hat, wie etwa eine weltberühmte Küste und ein Restaurant mitten im Wald, dass es bis in den Michelin Guide geschafft hat. Und so gibt es einiges in Tottori, was man in der Hektik der Großstädte niemals finden wird. 


Auf den folgenden Seiten möchte ich Sie mitnehmen auf eine Reise durch den Osten der Präfektur Tottori, bei der Sie die faszinierende Vielgestaltigkeit ihrer Natur erleben können, sei es am Meer, in den Sanddünen oder im Wald.

Tottori-Sanddünen


Fragt man jemanden nach den Sehenswürdigkeiten dieser Region, sind es wohl die Tottori-Sanddünen, die als Erstes genannt werden, und sie haben den Vorteil, leicht erreichbar zu sein, denn es besteht eine direkte Busverbindung vom Bahnhof Tottori. 


Wenn man die Kuppe der Sanddüne mit dem Namen “The Camel’s Back” (“Kamelrücken”) erklommen hat, erstreckt sich vor einem das vibrierende Blau des Japanischen Meeres. Zusammen mit der Weite des Himmels darüber ergibt dieser atemberaubende Anblick das perfekte Fotomotiv.  


Kein Wunder, dass die Tottori-Sanddünen ein heißes Thema unter jungen Leuten auf der Suche nach sensationellen Fotos für die Sozialen Medien sind. Unter dem Hashtag “#tottorisanddunes” finden sich jede Menge Beiträge, die aussehen, als wären sie irgendwo an einem menschenleeren Ort am Ende der Welt aufgenommen worden, manche sogar vom Rücken eines echten Kamels. Fotos unter diesem Hashtag sind bereits weltweit populär.  


Wenn Sie Zeit haben, können Sie sich an Aktivitäten wie Paragliding oder Sandboarding versuchen. Tatsächlich kann man manche dieser Sportarten nur hier ausüben, zusammen mit den Einheimischen oder Besuchern aus anderen Teilen Japans.   



Die Tottori-Sanddünen wechseln je nach Jahres- oder gar Tageszeit immer wieder ihr Gesicht. Sie sind ein herrlicher Aufenthaltsort bei Tageslicht, aber entfalten bei Sonnenuntergang oder unter dem Sternenhimmel wieder einen ganz anderen Zauber. Und im Winter strahlen die schneebedeckten Dünen majestätisch im Sonnenschein. Kurz, sie sind ein Anblick, an dem man sich niemals sattsehen kann. 





Das Sandmuseum


 

Wenn Sie die Tottori-Sanddünen besuchen, sollten Sie sich unbedingt auch die Zeit für einen Besuch des nahegelegenen Sandmuseums nehmen. Es ist das weltweit einzige Museum für Sandskulpturen, die von Sandkünstlern aus der ganzen Welt hier gestaltet und ausgestellt werden. Diese Werke fesseln den Betrachter auf eine ganz andere Weise, als es sonst bei Kunstobjekten der Fall ist. Das Museum zeigt eine Sonderausstellung unter dem Titel “Eine Reise um die Welt in Sand”, wobei jedes Jahr eine andere Weltregion präsentiert wird.  


Von der Aussichtsplattform des Museums hat man einen kompletten Blick auf die Tottori-Sanddünen, mit dem dichten Waldbewuchs im Vordergrund und dem Meer dahinter, was eine geradezu mystische Szenerie ergibt, in der Meer, trockenes Land und Grünfläche neben- und miteinander existieren.

Einkehr zum Mittagessen: Mitaki-en


Nach einem ausgefüllten Vormittag in den Sanddünen, an dem man ausgiebig die Aussicht genossen hat, ist es Zeit fürs Mittagessen. In Tottori stehen Fisch und Meeresfrüchte ganz oben auf der Speisekarte, und im Umkreis der Dünen finden sich jede Menge Stände, die frischen Fisch und Meeresfrüchte aus dem Japanischen Meer anbieten. 

Sollten Sie etwas mehr Zeit haben, empfehle ich das Mitaki-en, ein Restaurant, das auch im Michelin Guide verzeichnet ist, nicht zuletzt wegen seiner herrlichen Lage inmitten einer wunderschönen Natur. Wenn Sie am Bahnhof Tottori den Zug nach Süden nehmen und dann in den Bus (oder ein Taxi) umsteigen, sind Sie in etwa einer Stunde und 15 Minuten (oder in einer Stunde mit dem Auto) dort. Eine Fahrzeit, die Liebhaber guten Essens für dieses kulinarische Erlebnis gerne in Kauf nehmen. 


Es erwarten Sie Gaumenfreuden aus frischen Zutaten wie wild wachsendem Gemüse oder Flussfisch, während Sie sich dem langsamen Strom der Zeit hingeben, von dem man hier unwillkürlich ergriffen wird.


Uradome-Küste


Nach einem sättigenden Mahl aus dem natürlichen Reichtum des Landes geht es als Nächstes zur Uradome-Küste. Sie ist im Global Geoparks Network verzeichnet und außerdem Teil des San’in Kaigan Geoparks. Vor allem an klaren Tagen tun sich hier so viele spektakuläre Ausblicke auf, dass es dem Betrachter fast den Atem verschlägt. 


Die Küstengewässer sind so kristallklar wie das Meer vor Okinawa und ziehen im Sommer viele Badegäste an. Beliebt sind aber auch Freizeitaktivitäten wie Kajakfahren und Stehpaddeln. Durchsichtige Kajaks, durch die man unter Wasser sehen kann, sind der Renner bei den jungen Leuten und liefern außergewöhnliche Fotomotive!


Aber auch in der kälteren Jahreszeit hat die Uradome-Küste viel zu bieten. Es gibt Wanderwege an der Steilküste entlang, wo man auf einer zweistündigen Trekkingtour die abwechslungsreiche Szenerie aus jedem Blickwinkel genießen kann. 

Wer dafür keine Zeit hat, sollte eines der Aussichtsboote besteigen, die auf einer 40-minütigen Fahrt dicht an den vielen kleinen Inseln vorbeisteuern. Die Boote verkehren von März bis November.


So ist die Präfektur Tottori mit allen Schätzen der Natur und vielfältigen Reizen gesegnet – und doch unter Reisenden aus dem Ausland noch weitgehend ein Geheimtipp. Wenn Sie die Faszination dieser verborgenen Seite Japans erleben möchten, würden wir uns freuen, Sie an Orte zu führen, wie es sie nirgends sonst in diesem Land gibt.    


“Wie aus Besuchern Freunde werden – eine geführte Tagestour durch Tottori”

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